Hoffnung spenden für den Frieden: der Weltfriedenstag

Antikriegstag im 19.Jahrhundert

Hoffnung auf weltweiten Frieden konnten bereits im 19.Jahrhundert der Antikriegstag spenden. Die Bemühungen um einen Friedenstag beziehungsweise einen Antikriegstag lassen sich bis in das Jahr 1845 zurückverfolgen, als sich pazifistisch-kirchlich geprägte Kreise in Großbritannien dafür einsetzten.

Aufgrund vieler Bemühungen gelang es schließlich in den 80-er Jahren des 19.Jahrhunderts, den letzten Sonntag vor Weihnachten, zum Sonntag des Friedens, zu erklären.
In Deutschland gab es ebenfalls Anfang der 1890er Jahre von evangelischen Gemeinden ähnliche Aktivitäten und Spenden.

Entwicklungszusammenarbeit und Frieden spendenAntikriegsbemühungen: Gründung des Schiedsgerichts von Den Haag

Von Großbritannien aus erfolgten weitere friedenspolitische Bestrebungen, wobei sich am 22. Februar 1896 bei dem Maler Felix Moschele prominente Künstler, wie George Bernhard Shaw und weitere Persönlichkeiten zu einer Kundgebung trafen, die zum Ziel hatte, eine internationale Schiedsgerichtsbarkeit zur Verhinderung von Kriegen ins Leben zu rufen.

Bei der Eröffnung der 1.Haager Friedenskonferenz am 18.Mai 1898 mit Vertretern aus 26 Nationen, wurde die Errichtung eines internationalen Schiedsgerichtshofes mit Sitz in Den Haag in der Niederlande beschlossen.

Durch diesen Beschluss sollte erreicht werden, zwischenstaatliche Konflikte zu lösen und die Internationale Friedensbewegung bezüglich ihrer Forderung zu befrieden. Heute wird die Haager Konferenz als Vorläufer des Völkerbundes und der Vereinten Nationen bezeichnet.

Der Friedenstag wurde in den Vereinigten Staaten und den Niederlanden bis zum Jahre 1932 begangen und geriet dann in Vergessenheit.

Antikriegstag in Deutschland

Nach dem Ende der Novemberrevolution im Jahre 1918 riefen die von Bertha von Suttner mitbegründete „Deutsche Friedensgesellschaft“ und der Bund „Deutsches Vaterland“, die Kampagne „Nie wieder Krieg“ ins Leben, um durch Massenkundgebungen jeweils am 1.August, zum Tag des Beginns des 1. Weltkrieges, an die Gräuel des Krieges zu erinnern.

International Day of Peace heute: Entwicklungszusammenarbeit

Seit einigen Jahren beginnt am dritten Dienstag im Monat September die Jahresversammlung, die sog. Vollversammlung der Vereinten Nationen.

Bei der Vollversammlung am 21.September 1981 sprach man auch über Entwicklungszusammenarbeit und es wurde verkündet, dass dieser Tag offiziell als Weltfriedenstag, dem „International Day of Peace“, offiziell benannt werden solle. Daraufhin wurde am 30.November 1981 der genannte Tag in die UN-Resolution 36/67 zum erwähnten Datum erklärt.

Die Initiatoren bekundeten, dass der „International Day of Peace“ die Völker der Welt zum Waffenstillstand, zur Gewaltlosigkeit, auch im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit und letzten Endes zum Frieden aufrufen solle.
Trotz Widerstände gelang es der „Peace One Day„-Organisation, dass die UN-Generalversammlung am 7. September 2001 die Resolution 55/282 verabschiedete.

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